Presseaussendung · Zur sofortigen Veröffentlichung · Linz, 18. September 2026
bloomnow gewinnt den EDISON 2026 in der Kategorie Pionier*innen
Oberösterreichs renommiertester Ideenwettbewerb zeichnet das Startup neurodivergenter Gründerinnen aus, das Familien mit neurodivergenten Kindern vom ersten Bauchgefühl an begleitet. Eines von fünf Kindern ist neurodivergent, Mitte Oktober startet bloomnow in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Linz, 18. September 2026. Das österreichische Startup bloomnow hat am Donnerstagabend den EDISON 2026 in der Kategorie Pionier*innen gewonnen. Der Preis, powered by Sparkasse Oberösterreich, zeichnet Ideen aus, die einen wesentlichen Beitrag zu mehr Diversität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten. Verliehen wurde er von der tech2b Inkubator GmbH bei der Preisgala im Power Tower der Energie AG in Linz. Der EDISON gilt als einer der renommiertesten Ideenwettbewerbe für technologieorientierte Innovationen in Oberösterreich und wurde heuer zum 17. Mal vergeben.
bloomnow ist ein digitaler Verbündeter für Familien mit neurodivergenten Kindern, also mit Kindern, die zum Beispiel hochbegabt, hochsensibel oder legasthenisch sind, ADHS haben oder autistisch sind, sowie für die Pädagog*innen und Fachleute rund um sie.
Ein Preis für ein Thema, über das sonst geflüstert wird
Für Gründerin und CEO Anna Christine Enzinger, die selbst aus Oberösterreich stammt und selbst neurodivergent ist, hat die Auszeichnung vor allem eine Bedeutung: Sichtbarkeit.
„Ehrlich gesagt habe ich zuerst an die Familien gedacht, die uns geschrieben haben. Eine Mutter hat mir gesagt, sie habe zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl, nicht mehr allein damit zu sein. Der Preis gehört eigentlich all diesen Familien. Ob ein Kind hier auf dieser Bühne landet oder dort in einer Gefängniszelle, das hängt nicht von seiner Intelligenz ab. Jedes fünfte Kind ist neurodivergent, und fast alle Menschen, zu denen wir aufsehen, egal ob in Wirtschaft, Kunst, Sport und sogar Politik, sind neurodivergent. So sind es aber auch über 60 Prozent der inhaftierten Jugendlichen, die allein schon ADHS haben. Da kommen schon andere Neurodivergenzen noch dazu. Nicht Intelligenz, sondern Unterstützung. Diese Unterstützung geben wir. bloomnow ist der Verbündete für jeden Menschen, der außer-gewöhnliche Kinder begleitet, in jedem Moment, in dem einer gebraucht wird. Vom ersten Bauchgefühl bis ins Erwachsenenalter." Anna Christine Enzinger, CEO und Gründerin
„Neurodivergente Menschen kommen sonst in keiner Festrede vor, sie kommen vor, wenn es Probleme gibt. Dass dieses Thema heute in Linz auf einer Bühne stand, ist für mich der eigentliche Preis." Anna Christine Enzinger
Das Preisgeld fließt direkt in das, was Familien sofort spüren: in weitere Tools und in den kostenlosen Zugang, auch für Pädagog*innen, die oft als erste bemerken, dass ein Kind anders tickt.
Warum Pionier*innen: Neurodivergenz ist ein Gleichstellungsthema
Die Kategorie Pionier*innen prämiert Ideen für mehr Diversität und Gleichstellung sowie besonders inklusive und weibliche Teams. bloomnow erfüllt beides. Das Gründungsteam ist überwiegend weiblich, zwei der Gründerinnen sind selbst neurodivergente Mütter. Und das Problem, das bloomnow löst, trifft Frauen überproportional: Wenn ein Kind mehr Begleitung braucht, stecken vor allem Mütter beruflich zurück. 57 Prozent von ihnen reduzieren ihre Arbeitszeit, um bis zu sieben Stunden pro Woche, und zahlen das später mit ihrer Pension. Dazu kommt: Mädchen werden im Schnitt Jahre später erkannt als Buben, weil sie sich anpassen und unauffällig wirken. Wer diese Kinder früher sieht, verändert zwei Leben auf einmal, das des Kindes und das seiner Mutter.
Jedes fünfte Kind, eineinhalb bis sechs Jahre Wartezeit
Rund jedes fünfte Kind ist neurodivergent. Allein in Österreich, Deutschland und der Schweiz betrifft das etwa 3,5 Millionen Kinder, in jeder Schulklasse sitzen vier bis fünf davon. Auf Diagnose und Therapie warten Familien je nach Land eineinhalb bis sechs Jahre (UK), und in dieser Zeit sind sie weitgehend allein. Viele zahlen mehr als 500 Euro im Monat aus eigener Tasche, und selbst mit Unterstützung bleiben laut einer aktuellen Erhebung 78,4 Prozent der Familien mit der Versorgung unzufrieden. Die eigene qualitative Studie von bloomnow mit 36 Tiefeninterviews mit Eltern, Pädagog*innen, Ärzt*innen und Therapeut*innen zeigt Systemversagen in ausnahmslos jedem Fall.
Die Folgen des Nichthandelns sind drastisch: Kinder mit ADHS brechen zweieinhalbmal so oft die Schule ab, mehr als 60 Prozent der inhaftierten Jugendlichen haben ADHS.
„Diese Kinder kommen nicht schwierig auf die Welt, sie fallen Stufe um Stufe durch. Dasselbe Kind, früh und gut begleitet, steht später auf einer Bühne wie dieser. Ob ein Kind aufblüht, entscheidet heute zu oft nicht seine Begabung, sondern das Einkommen seiner Eltern. Genau das ändern wir." Anna Christine Enzinger
Wie bloomnow hilft
bloomnow stellt keine Diagnose und ersetzt keine Therapie. bloomnow hilft mit:
- Orientierung: In acht Minuten einordnen, was los ist, und den nächsten sinnvollen Schritt sehen.
- Soforthilfe: Über 50 von Fachleuten geprüfte Werkzeuge für die Momente, in denen es zu viel wird, von Atemübungen und Klangräumen bis zum Drehbuch für das nächste Elterngespräch in der Schule.
- Community: Austausch mit Eltern, Pädagog*innen und Expert*innen, gematcht nach Herausforderung und Neurodivergenz.
- Fachleute: Geprüfte Spezialist*innen direkt buchen, statt sich durch zwanzig Telefonate zu arbeiten.
Jeder Inhalt wird vor Veröffentlichung von einem klinischen Beirat geprüft, dem inzwischen 18 Ärzt*innen, Psycholog*innen und Therapeut*innen angehören. bloomnow arbeitet von Anfang an nach europäischem Datenschutz, verkauft niemals persönliche Daten und geht den Weg zur Zulassung als Medizinprodukt.
Der Bedarf ist nicht angekündigt, er ist da
Seit dem Start der Beta-Phase am 23. Juni 2026 nutzen echte Familien den Companion. 95 Prozent bewerten die Werkzeuge positiv, im Schnitt mit 4,9 von 5 Sternen, und haben sie bereits mehr als 2.000 Mal verwendet. Über 580 Familien und über 180 Expert*innen stehen auf der Warteliste, alle sind organisch gekommen, ohne einen Euro Werbebudget. Im Mai erreichte bloomnow beim Wettbewerb StartUp Live Vienna den zweiten Platz. Mit dem österreichischen Bildungsministerium sowie Verbänden in Österreich, Deutschland und der Schweiz steht das Team im Austausch.
Am 15. Oktober 2026 startet bloomnow in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Der volle Zugang zu bloomnow wird pro Jahr weniger kosten, als Familien derzeit nur für eine Therapiestunde ausgeben. Darüber hinaus bieten wir auch einen kostenlosen Zugang zu Soforthilfe und Austausch für alle. Bis 2030 will bloomnow 500.000 Familien und ihr Umfeld ab dem ersten Bauchgefühl begleiten, und zwar bis ins Erwachsenenalter, weil Neurodivergenz nicht mit 18 aufhört.
Von der Schulabbrecherin zur Gründerin
Anna Christine Enzinger ist mit 18 aus der Schule geflogen, ein Jahr vor der Matura. Später holte sie die Matura nach, schloss drei Studien mit Auszeichnung ab, bildete sich in Harvard und Berkeley weiter und arbeitete mehr als 15 Jahre in internationalen Konzernen.
„Was mich zurückgeholt hat, war nicht mein IQ. Es war ein Vater, der bedingungslos zu mir gestanden ist. Den Unterschied macht nicht die Begabung, sondern die Unterstützung. Und die darf nicht davon abhängen, wie viel Geld oder wie viel Wissen die Eltern haben." Anna Christine Enzinger
Mit ihr im Gründungsteam: Josiele Garcia Probio (Quality and Regulatory, 15 Jahre regulierte Medizintechnik, Brasilianerin), Roxane Hunot (Operations, Französin) und Founding Engineer Aslan Khatkhokhu (Ukrainer). Das Team ist also mit Enzinger tief in Oberösterreich verwurzelt, aber dennoch von Beginn an international.
Über den EDISON
Der EDISON ist ein Ideenwettbewerb für technologieorientierte Innovationen mit Oberösterreich-Bezug und wird seit 17 Jahren von der tech2b Inkubator GmbH, dem oberösterreichischen Hightech-Inkubator, vergeben. 2026 wurden in den vier Hauptkategorien HighTech, GreenTech, MedTech und Pionier*innen sowie in den Sonderkategorien EDISON ChangeMaker und EDISON ALVA Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro vergeben. Die Kategorie Pionier*innen, powered by Sparkasse Oberösterreich, prämiert neuartige Produkte und Dienstleistungen, die einen wesentlichen Beitrag zu mehr Diversität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten. Die weiteren Preisträger*innen 2026: Wholomics (MedTech), PrintReClaim (GreenTech), Flatwise (HighTech), Diamens (ChangeMaker) sowie Internorm und QUOMATIC.AI (EDISON ALVA). Mehr unter www.edison-der-preis.at
Über bloomnow
bloomnow ist ein digitaler Verbündeter für alle, die außer-gewöhnliche Kinder begleiten: Familien, Pädagog*innen und Fachleute. Der Companion begleitet vom ersten Bauchgefühl, dass etwas anders ist, bis ins Erwachsenenalter, mit Orientierung, Soforthilfe, einer gematchten Community und geprüften Spezialist*innen. Gegründet 2026 in Österreich von einem überwiegend weiblichen Team, darunter zwei neurodivergente Mütter. Beta seit Juni 2026, öffentlicher Start im Oktober 2026 in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Mehr unter www.bloomnow.app
Pressekontakt
Wir würden uns freuen, wenn Sie bloomnow platzieren. Nachdem das Thema nicht jedem geläufig ist, lesen wir den geplanten Text auch sehr gerne gegen. Melden Sie sich gerne bei Anna Christine Enzinger, CEO und Gründerin, bloomnow: ace@bloomnow.ai
Bildmaterial von der Preisverleihung, Porträts und App-Screenshots in Druckqualität auf Anfrage. Anna Christine Enzinger steht für Interviews zur Verfügung.