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Gemeinsam statt allein: warum jedes Kind einen Unterstützerkreis braucht

  • Niemand kann ein neurodivergentes Kind allein durch den Schulalltag begleiten, weder Eltern noch Pädagog*innen. Was trägt, ist ein Netz aus Erwachsenen, die voneinander wissen und miteinander reden.

24. September 2026 · 3 Min. Lesezeit · In der App weiterlesen

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*Niemand kann ein neurodivergentes Kind allein durch den Schulalltag begleiten, weder Eltern noch Pädagog*innen. Was trägt, ist ein Netz aus Erwachsenen, die voneinander wissen und miteinander reden.*

In vielen Schulen läuft es so: Die Eltern erzählen wenig, weil sie Angst haben, ihr Kind könnte abgestempelt werden. Die Lehrerin erzählt wenig, weil sie die Eltern nicht zusätzlich belasten will. Und die Ergotherapeutin, die das Kind seit einem Jahr kennt, hat noch nie mit der Schule gesprochen. Jede*r sieht einen Ausschnitt, niemand das ganze Bild. Dabei liegt die Lösung oft genau in den Lücken dazwischen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Kind wurde am Vormittag regelmäßig unruhig, gereizt und überfordert. Die Schule suchte die Ursache im Unterricht, die Eltern in der Klasse. Erst als alle gemeinsam an einem Tisch saßen, fiel auf: Das Kind aß vor der Schule kaum etwas. Ein kleines Frühstück, eine verlässliche Jause in der ersten Pause, und der Vormittag veränderte sich spürbar. Keine große Intervention, sondern eine Information, die vorher niemand zusammengeführt hatte.

Du darfst dir Hilfe holen

Viele Pädagog*innen fragen sich: Darf ich mich mit so einem Problem überhaupt an andere wenden? Ja. Du musst nicht alles selbst wissen und nicht alles selbst lösen. Es gibt Menschen, deren Beruf es ist, genau dabei zu helfen:

  • In der Schule: Kolleg*innen, Schulassistenz, Freizeitpädagog*innen, Beratungslehrer*innen, die Direktion.
  • Im Schulsystem: die Schulpsychologie und die Fachbereiche für Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik der Bildungsdirektion.
  • Außerhalb der Schule: Ergotherapeut*innen, Psychotherapeut*innen, Logopäd*innen, Kinder- und Jugendpsychiater*innen, die das Kind bereits begleiten.

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