Du sitzt im Elterngespräch, in der Bahn, im Wartezimmer. Und du merkst, wie du weggehst. Die Stimmen werden dumpf, alles ist plötzlich hinter Glas, der eigene Körper fühlt sich weit weg an. Aufstehen und rausgehen wäre jetzt das Naheliegende, geht aber nicht.
Für genau diese Lage gibt es diese Übung. Du drückst kurz fest, hältst, lässt los. Dreimal, jeweils etwa zwanzig Sekunden. In der App führt dich Fest im Boden durch die Druckmomente, mit Rhythmus und Stimme. Hier steht dieselbe Übung zum Nachlesen.
Warum sie wirkt
Bei Überflutung schaltet der Körper leiser. Das ist keine Einbildung, sondern der Anfang von Shutdown oder Meltdown: Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Interozeption, wird schwächer, und viele neurodivergente Menschen haben sie ohnehin gedämpfter als andere.
Fester Druck ist das lauteste Signal, das der Körper kennt. Wenn du Muskeln kräftig anspannst, melden die Tiefensensoren in Gelenken, Sehnen und Muskeln zurück: die Propriozeption. Diese Rückmeldung kommt an, auch wenn Hören und Sehen gerade zu viel sind. Der Körper wird wieder ortbar, und das Nervensystem schaltet einen Gang runter.
Dazu kommt der Grund, warum diese Übung hier steht und nicht eine Atemübung: Man sieht sie nicht. Kein tiefes Ausatmen, keine geschlossenen Augen, keine Hand auf dem Bauch. Du sitzt einfach da.
Was sie bringt
Sie holt dich zurück in den Körper, in unter einer Minute, mitten unter Menschen. Danach bist du nicht entspannt, sondern wieder anwesend und das ist in dieser Lage das Ziel.
Was sie nicht ist: Entspannung. Anspannen entspannt nicht, es erdet. Wenn du danach Zeit für sich hast, ist Muskelentspannung der passende zweite Schritt.
Der ganze Text steht in der App
In bloomnow liest du den Artikel vollständig, zusammen mit den Übungen, die dazugehören. Die App startet bald. Trag dich ein, dann schreiben wir dir zum Start.
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